Altpunks hierzulande erinnern sich noch an die Zeiten, als der Bürger angesichts ihrer Kleidung und Frisur die Nase rümpfte. Auch Sprüche wie „die müsste man vergasen“ waren in Ost und West keine Seltenheit. In der DDR blieb es nicht nur dabei, schon seit den 1960ern griff sich die Polizei Langhaarige und anders Auffällige heraus, um sie zu „disziplinieren“, u.a. auch, indem man ihnen die Haare abschnitt und ihnen ihre Punkklamotten wegnahm. An diese unrühmliche Tradition knüpft man jetzt in Indonesien an. Bei einem Punkkonzert in der stockkonservativen, teilautonomen Provinz Banda Aceh verhaftete die Polizei etliche Punks, schor ihnen die Haare und nahm den Jugendlichen ihre Piercings ab. Danach gab es ein „rituelles“ Bad und jetzt folgt im Gefängnis die zehntägige „Umerziehung“ mit Lektionen über Disziplin und Religion.
Gerade bei ostdeutschen Szeneanhängern weckt dieses Vorgehen der Polizei sicher ungute Erinnerungen. Aber wir wissen ja, wie es mit dem Staat endete, der seine Jugendlichen kriminalisierte…
