Metal

Heavy Metal oder kurz auch nur Metal gibt es seit den 1970ern. Entstanden ist die Spielart der Rockmusik, bei der Härte und Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle spielen, aus dem Hard Rock und dem Punk. Zum Ursprung des Namens Heavy Metal gibt es verschiedene Erklärungen, heute wird der Terminus hauptsächlich noch für die traditionellen Spielarten des Genres verwendet. Bands wie Black Sabbath, Deep Purple, Uria Heep, UFO, Blue Öyster Cult, Kiss, Led Zeppelin, Scorpions, Alice Cooper oder AC/DC gelten je nach Betrachtungsweise als Urväter oder als wichtige Vorläufer und Einflüsse. Optisch ist bei diesen Gruppen schon die typische Erscheinungsform der Szeneprotagonisten vorgezeichnet: lange Haare und schwarzes Leder dominieren das Outfit.


Noch deutlich geprägt vom Blues Rock: Black Sabbath 1968

New Wave of British Heavy Metal

Mit Bands wie Judas Priest, Motörhead und Iron Maiden beginnt die eigenständige Geschichte des Heavy Metal – die Blueseinflüsse, die viele frühe Bands noch aufweisen, werden immer stärker zurückgedrängt zugunsten von Schnelligkeit und eines immer aggressiveren Sounds. Zu Begin der 1980er Jahre – insbesondere im Zuge der New Wave Of British Heavy Metal – gelang den Bands damit der kommerzielle Durchbruch. Auf der anderen Seite des Atlantik feierte insbesondere der Glam Metal mit Bands wie Mötley Crue und Ratt Charterfolge. In Opposition zu diesem „Ausverkauf“ entstanden zahllose Subgenre wie Trash, Black oder Death Metal, die sich immer extremer gebärdeten. Doch auch das „schützte“ nicht vor der Vereinnahmung – so gehören die Trash Metaller von Metallica heute weltweit zu den Superstars, die englische Band Cradle Of Filth, deren Wurzeln u.a. im Black Metal liegen, ist längst im Mainstream zuhause. Einen wesentlichen Anteil an der Popularisierung der ästhetisch oft sehr extremen Musik dürfte der „Headbangers Ball“ gehabt haben, eine Show die beim Musiksender MTV von 1987 bis 1996 lief und sich ausschließlich mit Heavy Metal beschäftigte.


Death Metal-Legende Cannibal Corpse

Metal hat viele Gesichter

Wie viele andere Subkulturen auch, hat sich die Metal-Szene heutzutage extrem ausdifferenziert und mit anderen Szenen vermischt: Es gibt Speed Metal, Power Metal, Doom & Gothic Metal, Alternative & Nu Metal, Viking & Pagan Metal, Industrial Metal, Grind & Metal Core… und sogar Christian Metal als Gegenstück zu den satanischen Tendenzen im Metal. Eine der aufsehenerregendsten in der Metalgeschichte stellte die Kollaborationen der Hip Hop-Legende Run DMC mit den Hard Rockern von Aerosmith dar, brachte sie doch zwei Musikrichtungen zusammen, die zuvor für unvereinbar gehalten wurden. Der True Metal hingegen versucht die harte Musik frei von als fremd empfundenen Einflüssen zu halten.


Die finnischen Impaled Nazarene mit Anleihen bei Punk und Hard Core

Kontinuität im Outfit

Bei all den zahllosen Veränderungen, die die Metal-Szene durchlaufen hat, ist das lange Haar noch immer eines der wichtigsten Erkennungszeichen der Szeneanhänger. Auch wenn von der rebellische Attitüde der Anfangszeit in unserer individualisierten Gesellschaft nur noch wenig geblieben ist, so ist das lange Haar noch immer der ganze Stolz eines Metalheads. Selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen, die sicher einerseits mit dem Lebensalter der Protagonisten andererseits aber auch mit Einflüssen aus dem Hard Core zu tun haben.
Neben Jeans- und Lederbekleidung spielen auch oftmals fantastisch gestaltete Band-T-Shirts eine wichtige Rolle, denn der Fan zeigt damit, welche Gruppe seine besondere Verehrung gilt. Die Metal-Szene verfügt über eine ausgeprägt eigenständige Ästhetik, in deren Bilderkanon Teufel, Tod und Zerstörung aber auch mystische Krieger eine wichtige Rolle spielen. Die Namenszüge vieler Bands sind kunstvoll gestaltet und oftmals so verschnörkelt, dass nur Eingeweihte diese entziffern können. Als Patches bzw. Aufnäher finden sich diese Bandlogos oder ganze Plattencovermotive auf Westen, Hemden, Taschen, Mützen…


Mayhem, eine der ersten Black Metal Bands. Deren Sänger Dead erschoss sich 1991..

Kriegerische Helden und Glam Rocker

Die klassische „Uniform“ der Heavy Metal-Fans besteht aus Blue Jeans , schwarzem (Band-)T-Shirt und schwarzer Lederjacke bzw. Jeansjacke oder –weste sowie Boots oder Motorradstiefeln. Gern getragen wird auch alles, was dem Fan ein martialisches Aussehen verleiht: Nieten- und Patronengürtel, Nietenhals- und Armbänder, Totenkopfringe und -aufnäher, Pentagramme und umdrehte Kreuze in allen Variationen, Stahlketten. Doch diese Ausrüstung gehört nicht zu allen Subszenen gleichermaßen. Während Glam Rocker wie Poison ein eher androgynes Image pflegten, mit dauergewellten und mit viel Haarspray formierten Haaren, aufgelegtem Make-Up und Spandex-Hosen reizten Bands wie Manowar das Männlichkeitsideal inklusive der typischen Outfit-Attribute bis zur Grenze des Lächerlichen aus. Black Metal als eine der extremsten Spielarten des Metal ist optisch vor allem am so genannten „Corpse Paint“ (Leichenbemalung) zu erkennen. Die Protagonisten heben sich vom Rest der Szene Dank ihrer weiß geschminkten Gesichter und der schwarzen „Kriegsbemalung“ ab, was zum Spottbezeichnung „Pandabären“ geführt hat. Im Gothic Metal Bands und ihre Fans tragen oftmals phantastische Kleidung mit deutlicher Anlehnung an die S/M-Ästhetik. Auf dies Spitze treibt diesen Stiul die aus Japan stammende Visual Kei-Szene, die musikalisch jedoch nur zu einem Teil im Metal zu verorten ist. Im Death Metal hingegen legen die Szeneanhänger wenig Wert auf diese Art Verkleidung – bei Bands unterscheiden sich Bühnen- und Alltagsoutfit kaum voneinander. Hier trägt man zur bereits erwähnten „Metal Uniform“ auch Turnschuhe, was in anderen Subszenen unvorstellbar wäre.


True Metal für die “last men standing”: Hammerfall

Gelegentlich sieht man im Metal auch Bandanas , quadratische Tücher, die als Kopftuch getragen und im Nacken zusammengebunden werden. Als Stirnband machte es Axl Rose von Guns’n’Roses in den 1990ern populär.

3 Responses to Metal

  1. admin says:

    Immer wieder lustig:
    Heavy Metal und andere satanische Formen der Musik – das ist Krach, das ist keine Musik. Seht euch an, was bei dieser „Love Parade“ in Duisburg geschehen ist – ich weiß nicht, ob das hier bekannt ist. Da kam es bei einem Rockkonzert zu einer Panik, die Leute trampelten aufeinander herum.
    http://www.solidaritaet.com/neuesol/2011/39/hzl-kasia.htm

    Metaller werden wohl kaum BüSo wählen :-)

  2. admin says:

    Heavy Metal Parking Lot – ein Kultfilm der Szene:

    http://www.youtube.com/watch?v=WhRCVm-1r2k

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