Sneaker – das waren anfangs einfach Turnschuhe. Genau genommen bedeutet “Sneaker” “Schleicher”, ein Ausdruck, den ein amerikanischer Werbefachmann einführte, denn die Schuhe mit der Gummisohle waren im Vergleich zu damals üblichen Schuhen sehr leise.
Seit ca. 1860 lassen sich Sneaker nachweisen. Mit dem seit 1919 produzierten Converse All Star wurde der erste Sportschuh zum Kultobjekt. Der Schauspieler James Dean trug wesentlich zur Popularisierung der Schuhe bei. In den 1950ern hatte der Sneaker auch noch ein jugendlich-revolutionäres Potential, standen die “Leisetreter” doch im bewussten Gegensatz zu den polierten Lackschuhen der Erwachsenen. Ein weiterer Grund für die schnelle Verbreitung der Sneaker dürfte ihr geringer Preis und die anspruchslose Pflege gewesen sein.
Von geringem Preis kann man heute nur noch in seltenen Fällen sprechen. Markenturnschuhe sind längst Teil des Lifestyles geworden und manche Sneaker teuer als klassische Lederschuhe. Um die 200 Euro muss man für ein Paar berappen. Der ideelle Wert sei jedoch höher, finden Alex Imiela und Oliver Burmann, Betreiber des
Kölner Sneakermuseums (Jülicher Straße 14. Öffnungszeiten: Freitags 16 bis 20 Uhr). In thematisch wechselnden Ausstellung präsentieren die beiden Sneaker-Verrückten anderen Interessierten die Kultur rund um die kultigen Turnschuh. Ihr Ziel ist es, besonders seltene, bedeutende und beliebte Modelle zu zeigen.
Zentrum des Museums ist ein Sneaker-Altar, an dem jeder Besucher den Heiligtümern unter den Sneakern huldigen kann – ob nun einem originalen Air Jordan I von 1985 oder einem nie veröffentlichten Air Max von dem es nur drei Paar auf der Welt gibt.
Die aktuelle Ausstellung widmet sich den Kollaborationen von Stüssy in den Jahren 1980 bis 2011. Die US-Modemarke entwickelte u.a. mit Nike, Vans, adidas, Dr. Martens, Keds und BePositive eigene modische Turnschuhe.
Sneaker sind hübsch.